Alleinarbeit

7 Dinge, die Unternehmen über Personen-Notsignal-Anlagen wissen sollten

7 Dinge, die Unternehmen über Personen-Notsignal-Anlagen wissen sollten

Alleinarbeit gehört in vielen Branchen zum Alltag – ob in der Industrie, Logistik, im Facility Management oder im Außendienst.

Was viele Unternehmen unterschätzen:
Sobald Mitarbeitende außerhalb von Sicht- und Rufweite arbeiten, entstehen besondere Anforderungen an den Arbeitsschutz.

Doch wann ist eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA) wirklich notwendig? Und welche Lösung passt zur jeweiligen Arbeitssituation?

In diesem Beitrag zeigen wir die 7 wichtigsten Dinge, die Unternehmen über Personen-Notsignal-Anlagen wissen sollten.

1️⃣ Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, Risiken zu bewerten

Sobald Mitarbeitende allein arbeiten, müssen Unternehmen eine Gefährdungsbeurteilung durchführen.

Das gilt insbesondere dann, wenn Beschäftigte:

  • außerhalb von Sichtweite arbeiten
  • keinen direkten Kontakt zu anderen Mitarbeitenden haben
  • gefährliche Tätigkeiten ausführen

Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen.

Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass:

  • Notfälle erkannt werden
  • Hilfe schnell organisiert wird
  • Mitarbeitende im Ernstfall nicht unentdeckt bleiben

2️⃣ Nicht jede Form der Alleinarbeit ist erlaubt

Viele Unternehmen gehen davon aus, dass Alleinarbeit grundsätzlich zulässig ist. Das stimmt jedoch nicht.

Alleinarbeit kann unzulässig sein, wenn:

  • schwere Gefährdungen bestehen
  • die Wahrscheinlichkeit eines Notfalls hoch ist
  • Hilfe nicht rechtzeitig eintreffen kann

Besonders kritisch sind Tätigkeiten:

  • an Maschinen
  • in abgelegenen Bereichen
  • in explosionsgefährdeten Umgebungen
  • bei Absturzgefahr

Je höher das Risiko, desto höher die Anforderungen an Schutzmaßnahmen und Überwachung.

3️⃣ Ob eine PNA notwendig ist, hängt von der Gefährdungsstufe ab

Die Entscheidung für eine Personen-Notsignal-Anlage basiert auf der Gefährdungsbeurteilung.

Grundsätzlich wird zwischen drei Gefährdungsstufen unterschieden:

🟢 Geringe Gefährdung

Bei geringer Gefährdung reichen einfache Maßnahmen häufig aus.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Telefon
  • Kontrollanrufe
  • regelmäßige Check-ins

Eine permanente Überwachung ist hier meist nicht erforderlich.

🟡 Erhöhte Gefährdung

Bei erhöhter Gefährdung steigt das Risiko deutlich an.

Hier kann eine Personen-Notsignal-Anlage sinnvoll oder notwendig werden, insbesondere wenn:

  • Mitarbeitende isoliert arbeiten
  • Maschinen genutzt werden
  • längere Zeiträume ohne Kontakt entstehen

🔴 Kritische Gefährdung

Bei kritischer Gefährdung ist eine ständige Überwachung erforderlich.

In diesen Fällen wird häufig:

  • eine Personen-Notsignal-Anlage
    oder
  • die Anwesenheit einer zweiten Person

erforderlich.

4️⃣ Moderne Personen-Notsignal-Anlagen alarmieren automatisch Hilfe

Eine moderne Personen-Notsignal-Anlage kann weit mehr als nur einen manuellen Notruf auslösen.

Je nach Lösung sind unter anderem folgende Funktionen möglich:

  • automatische Sturzerkennung
  • Bewegungslosigkeitsalarm
  • Zeitalarme
  • GPS-Ortung
  • direkte Alarmweiterleitung

Der große Vorteil:
Hilfe kann auch dann alarmiert werden, wenn die betroffene Person selbst nicht mehr reagieren kann.

Das spart im Ernstfall wertvolle Zeit.

5️⃣ Smartphone-Lösungen und Spezialgeräte haben beide ihre Berechtigung

Viele Unternehmen stellen sich die Frage:

Sollten wir auf Smartphone-Lösungen oder auf klassische PNA-Spezialgeräte setzen?

Die Antwort lautet:
Es kommt auf den konkreten Einsatzbereich an.

📱 Smartphone-Lösungen eignen sich besonders für:

  • Außendienst
  • Facility Management
  • mobile Teams
  • flexible Arbeitsplätze
  • Unternehmen mit vielen wechselnden Einsatzorten

Vorteile:

  • keine zusätzliche Hardware notwendig
  • schnelle Einführung
  • einfache Skalierung
  • hohe Benutzerfreundlichkeit

📟 Spezielle PNAs eignen sich besonders für:

  • explosionsgefährdete Bereiche
  • Industrieumgebungen
  • extreme Witterungsbedingungen
  • besonders robuste Einsatzszenarien

Vorteile:

  • hohe Widerstandsfähigkeit
  • branchenspezifische Zertifizierungen
  • speziell für anspruchsvolle Umgebungen entwickelt

Wichtig:
Nicht die Technologie entscheidet – sondern der konkrete Use Case.

6️⃣ Kontrollanrufe reichen heute oft nicht mehr aus

Viele Unternehmen arbeiten noch mit:

  • manuellen Meldungen
  • Kontrollanrufen
  • festen Check-in-Zeiten

Das Problem:
Diese Prozesse sind fehleranfällig und kosten Zeit.

Kontrollanrufe können:

  • vergessen werden
  • verspätet erfolgen
  • im Notfall zu langsam sein

Automatisierte Sicherheitslösungen reduzieren diese Risiken deutlich.

7️⃣ Gute Sicherheitslösungen schützen Mitarbeitende und Unternehmen

Der Einsatz einer Personen-Notsignal-Anlage bringt Unternehmen mehrere Vorteile.

Dazu gehören:

  • höhere Sicherheit
  • schnellere Reaktionszeiten
  • geringere Haftungsrisiken
  • Unterstützung bei Compliance-Anforderungen
  • mehr Vertrauen im Team

Gleichzeitig zeigen Unternehmen Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden.

Fazit: Die richtige Lösung hängt vom Einsatzbereich ab

Personen-Notsignal-Anlagen sind heute ein wichtiger Bestandteil moderner Sicherheitskonzepte.

Entscheidend ist jedoch:
Es gibt keine universelle Lösung für alle Arbeitsumgebungen.

Je nach Einsatzbereich können:

  • Smartphone-Lösungen
  • Smartwatches
  • Spezialgeräte
  • oder hybride Konzepte

die beste Wahl sein.

Wichtig ist, dass die Lösung:

  • zuverlässig funktioniert
  • zum Arbeitsalltag passt
  • und im Ernstfall schnell Hilfe organisiert.


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